Das südafrikanische Braai: Was ist das und woher stammt diese Tradition?
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Das südafrikanische Braai: Was ist das und woher stammt diese Tradition?
Die Sommerferien sind vorbei. Die Koffer sind wieder verstaut, der Terminkalender füllt sich langsam wieder und der Alltag hat wieder die Oberhand gewonnen. Für viele Menschen fühlt es sich so an, als sei es an der Zeit, das Feuer bis zum nächsten Frühjahr zu löschen.
Für Südafrikaner läuft das etwas anders. Ein „Braai“ kennt nämlich keine Jahreszeit. Ob mitten im Sommer oder an einem kühlen Herbstabend – sobald Holz, Feuer und gute Gesellschaft vorhanden sind, gibt es einen Grund zum „Braai“. Wer jedoch mit dieser südafrikanischen Tradition nicht vertraut ist, verwechselt ein „Braai“ vielleicht schnell mit einem Barbecue. Dabei gibt es zwischen den beiden einen himmelweiten Unterschied.

Was ist ein südafrikanisches Braai?
Ein „Braai“ ist kein Barbecue. Es ist eine Tradition, bei der es um ein echtes Holzfeuer, gutes Essen, Entspannung und vor allem um das Zusammensein geht. Freunde und Familie versammeln sich um das Feuer, oft schon Stunden bevor das Essen auf den Tisch kommt und noch lange nachdem der letzte Bissen gegessen wurde.
Der Unterschied liegt also nicht nur darin, wie man kocht, sondern vor allem in der Rolle, die das Feuer spielt. Beim Grillen liegt der Fokus oft auf der Zubereitung des Essens. Beim Braai ist das Feuer Teil des gesamten Erlebnisses. Es wird angezündet, aufrechterhalten und erlebt, während sich alle darum versammeln.
Du entfachst ein Feuer im Feuerraum des Braaimasters und wartest, bis sich die Flammen in ein Bett aus glühenden Kohlen verwandeln. In der Zwischenzeit deckst du den Tisch, schenkst deinen Gästen etwas zu trinken ein und genießt den gemeinsamen Moment. Du hältst das Feuer am Brennen. Das Essen ist fertig, wenn es fertig ist, und nicht, wenn die Uhr es vorgibt.
Aber vielleicht noch wichtiger: Bei einem Braai geht es darum, einfach da zu sein. Man steht am Feuer. Man unterhält sich über Gott und die Welt. Manchmal führt man die schönsten Gespräche, manchmal geht es um gar nichts. Man blickt in die Flammen, trinkt etwas, lacht, wartet … und ehe man sich versieht, sind Stunden vergangen.

Woher kommt das Braai eigentlich?
Das Braai, wie wir es heute kennen, ist nicht einfach so entstanden. Die Tradition hat sich im Laufe der Jahrhunderte entwickelt und wurde von den verschiedenen Kulturen und Lebensweisen in Südafrika geprägt. Um zu verstehen, warum das Braai heute eine so große Bedeutung hat, müssen wir daher zu dem Feuer zurückkehren, mit dem alles begann.
Lange bevor es Südafrika in seiner heutigen Form gab, bereiteten die Ureinwohner ihre Mahlzeiten über offenem Feuer zu. Das Feuer diente nicht nur zum Kochen, sondern war auch ein Ort, an dem sich die Menschen trafen, Geschichten austauschten und den Tag ausklingen ließen.
Als sich niederländische Siedler im 17. Jahrhundert am Kap niederließen, brachten sie ihre eigenen Kochgewohnheiten mit. Durch die Entwicklung der afrikanischen Sprache verwandelte sich das niederländische Wort „braden“ schließlich in „braai“. Das Kochen über einem offenen Holzfeuer blieb ein wichtiger Bestandteil des Lebens in Südafrika, wo das Feuer nicht nur praktisch war, sondern auch zu einem Ort des Zusammenkommens wurde.
Später, zur Zeit der Voortrekkers, wurde das Kochen über einem Holzfeuer schlichtweg zu einer praktischen Notwendigkeit. Unterwegs wurden Feuer entfacht, um Essen zuzubereiten, aber auch als Treffpunkt am Ende eines langen Tages. Dieser soziale Aspekt ist nie verschwunden.
Im Laufe der Zeit wurde das Braai zu einem selbstverständlichen Bestandteil von Zusammenkünften mit Familie und Freunden, von Feiertagen und besonderen Anlässen, aber auch einfach von einem gemeinsamen Wochenende im Freien.

Die Kraft des Feuers kennt keine Grenzen
Überall auf der Welt versammeln sich Menschen um ein Feuer herum. Um zu kochen, zu genießen und Zeit miteinander zu verbringen. In Argentinien gibt es das „Asado“, in Brasilien das „Churrasco“ und in Italien die „Grigliata“. Andere Namen, andere Techniken und andere Traditionen, aber ein ähnliches Gefühl: draußen sein, über dem Feuer kochen und gemeinsam Zeit verbringen.
Das Braai ist dafür ein schönes Beispiel. Was einst mit dem Kochen über offenem Feuer begann, entwickelte sich zu einer Tradition, in der Essen, Feuer und Zusammensein untrennbar miteinander verbunden sind. Vielleicht liegt darin auch die Kraft des Feuers: Es bringt Menschen zusammen, ganz gleich, woher sie kommen.

Das ganze Jahr über Grillen in den Niederlanden
Auch in den Niederlanden kann man diese Liebe zum Feuer und zum Beisammensein das ganze Jahr über erleben.
Glücklicherweise musst du dafür nicht auf einen lauen Sommerabend warten. Immer mehr Liebhaber entscheiden sich dafür, ihrem Grill einen festen Platz unter einer Veranda, einem Vordach oder sogar in einer Außenküche einzurichten. So kannst du das ganze Jahr über ein echtes Holzfeuer genießen, ganz gleich, wie das Wetter ist.
Möchten Sie wissen, wie andere ihren Braaimaster in ihren Garten, ihre Veranda oder ihr Gewächshaus integriert haben? Dann werfen Sie doch einen Blick in unser Lookbook und lass dich von verschiedenen Projekten und Aufstellungen inspirieren.




